Die mongolische Jurte
Bei den Stämmen, die in der alten Zeit Zentralasien bevölkerten, herrschte, nomadenhafter Lebenscharakter wobei eine ausbaubare, transportable Unterkunft in umkomplizierter Konstruktion gebraucht wurde.

Im Laufe der Jahrhunderte alten Vervollkommnung der ursprünglichen Form der Hütten und des Zeltes, ist die heutige Ger ( mgl. Jurte ) das Ergebnis. Die Geschichte der mongolischen Ger reicht mehr als 3000 Jahre zurück. Inzwischen haben sich die Montage- und Aufbaumethoden sehr verbessert. Außerdem steht fest, dass sie für die verschiedene Jahreszeiten als Unterkunft gut geeignet ist.

Die Ger ist sehr stabil gegen Wind und hat genügend Licht, tauscht die Luft sehr schnell aus, darum ist die Ger auch sehr gut für menschlichen Gesundheit. Nachweisbar wechselt die Luft in einem Haus innerhalb von einer Stunde ein bis zweimal, in einer Ger, ohne Zug zu erzeugen, je nach Lage zwischen 50 und 100 mal. Dadurch werden gleich bleibende Temperaturen zwischen 18 bis 20 Grad erreicht.

Bei der Grösse der Ger unterscheidet man in: vier, fünf, sechs, acht, zehn und zwölf Gitterwände. Durch die Wandzahl der Ger wird die Innenraumgrösse gesteigert. Das durchschnittliche Gewicht der Ger beträgt circa 250 kg, leichter als die Nutzlast eines Kamels oder eines zweirädrigen Wagen.

Die ehemalige und heutige Unterkunft der Mongolen konnte und man kann in einer halben bis einer Stunde auf- oder abbauen. Der Aufbau der Ger geht in folgender Weise: erst legt man den Fußboden, drauf werden die Wände miteinander zusammengebunden. Die Endspitzen der Wände werden mit einem Strick mit der Ger Tür verbunden. In der Mitte der Ger auf zwei Stützstangen (Bagana) befindet sich die obere Öffnung (Toono).

In der Kreisöffnung gibt es spezielle Locher für die Stangen (Uni), diese werden in den Wänden befestigt. Nachdem Aufbau der Ger als Gerüst, wird das Gestell mit einem weißen Leinentuch abgedeckt. Drauf kommt eine Filzmatte.

Dann wird die Ger oben, in der Mitte und unten mit Stricken zusammengebunden, beginnend mit einem Ring der sich seitlich an der Tür befindet. Außen um die Ger, am untern Rande, als Schutz der Wand wird entweder ein schmale Filzband oder kurze Holzbretter die fest mit einem Draht verbunden sind, befestigt. Das nennt man HAJAWCH. Die obere Öffnung der Ger wird mit einem viereckigen (Örch) abgedeckt.


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